Nachlese
zur Wanderreise in die Pfalz – Südliche Weinstraße
05. bis 12. Mai 2019

Pünktlich 6 Uhr morgens trafen wir uns, das waren Maria, Brigitte, Rita, Ingrid, Roland, Rainer und ich. In froher Erwartung ging es auf die Reise. Wir saßen eng beieinander, so dass wir unser Gläschen auf Marias Geburtstag heben konnten, natürlich nicht ohne Ständchen für Maria und unser Wanderlied.
In Edenkoben 13.34 Uhr angekommen, erwartete uns schon der Chef unseres Hotels, um die Koffer zu transportieren. Nachdem wir unsere Zimmer inspiziert hatten, trafen wir uns zu einem kleinen Imbiss im Restaurant. Jetzt begrüßten wir auch Christine, die aus Mühlheim anreiste. Damit war unsere
Wandergruppe vollzählig.
Während wir, Brigitte, Rita und ich durch Edenkoben wanderten, trafen wir auf Ingrid und Roland, die ebenfalls durch den Ort bummelten.
Am Abend spendierte der Chef des Hotels wegen Marias Geburtstag jedem von uns ein Glas Sekt. Maria ergänzte dies mit zwei Flaschen Wein, nachdem wir ihr unser kleines Geschenk überreicht hatten. Da mein Geburtstag auch erst wenige Tage vorbei war, gab auch ich zwei Flaschen aus und es wurde ein sehr schöner fröhlicher Abend.

18,5 km
Der zweite Tag verlief ganz anders als gewollt. In der Information erhielten wir einen so guten Wandervorschlag, dass wir unser eigentliches Vorhaben auf den kommenden Tag verschoben. Frisch auf ging es über das Friedensdenkmal nach Diedesfeld zum Weinfest und zum Schloss Hambach. Da das Friedensdenkmal gegenüber dem Schloss Hambach gelegen war, konnten wir das Schloss nicht mehr besuchen, sondern blieben völlig geschafft, bei einem Schoppen Wein in Diedesfeld und fuhren mit dem Bus in unser Hotel. Das Weinfest war sowieso bereits am Sonntag vorbei gewesen. k DSC00044

13 km
Heute wollten wir die Tour des ersten Wandertages antreten. Der Wirt gab uns letzte Hinweise und schon brachte uns der Bus nach Weyher. Tablet, Handy und Karte wurden aktualisiert und schon wanderten wir los. Doch leider verließ uns die Technik sehr schnell und wir erreichten unser erstes Ziel, die „Schweizer Hütte“ nicht. Nach langem, schwierigem Aufstieg kamen wir zur Amicitiahütte. Sie war zwar geschlossen, aber Tische und Bänke im Freien luden zum Picknick ein.k DSC00019             

Das Wetter war auch noch erträglich. Gestärkt wanderten wir nach Burrweiler. Dieser Ort nahm kein Ende. Zuerst liefen wir zur Bushaltestelle, damit wir wussten, ob Zeit für ein Käffchen war. Es war Zeit für eine gemütliche Kaffeepause.
Im Bus dachten wir mit gemischten Gefühlen an das Abendbrot. Obwohl es bisher ausgezeichnet war, wie auch das Frühstück, freuten wir uns nicht besonders auf den Pfälzer Teller (Saumagen, Leberknödel, Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelspalten).Außer Maria hat es keinem von uns richtig geschmeckt.

16 km
Ein neuer Tag brach an und die Besichtigung des Hambacher Schlosses stand auf dem Plan. Da dem Wetter nicht zu trauen war, entschlossen wir uns erst zu einem Stadtbummel durch Neustadt. Und das war gut so. Maria machte ein Schnäppchen auf das andere. Das heißt: sie kaufte Schuhe, Hose und Bluse. Auch die Kultur kam nicht zu kurz. Bei der Besichtigung der beiden aneinandergeschmiegten Kirchen war am eindrucksvollsten das Altargemälde von Babberger. k DSC00115       
Im Hambacher Schloss angekommen stärkten wir uns erst einmal im Restaurant, nachdem wir die Außenbesichtigung beendet hatten. Die Führung war für 14 Uhr vorgesehen. Gut war, dass es Stühle gab, so dass wir während des Vortrages sitzen konnten. Wir erfuhren viel Neues. Unter anderem, dass Napoleon ein sehr demokratisches Gesetz „Code Napoleon“ erlassen hatte. Einzelne Paragrafen haben heute noch Gültigkeit. An diesem Abend feierten wir gemütlich Halbzeit.

13 km
Mit Bus und einer Stunde Wandern bei Dauerregen ging es zur Rietburgbahn. Da wir völlig durchnässt waren, besichtigten wir erst die Rietburg und gingen dann zur Bahn. Leider fiel die Fahrt auf Grund des schlechten Wetters aus. Deswegen wanderten wir nach Roth, einem sehr schönen Örtchen mit einer wunderbaren Kastanienallee. An deren Ende lud das Cafe „Ei“ zum Verweilen ein. Nachdem wir unsere nassen Sachen auf den Stühlen verteilt hatten, tranken wir in Ruhe Kaffee. Maria aß eine Linsensuppe und eine Quarkapfeltasche. Wir freuten uns, dass es ihr so schmeckt. Gestärkt traten wir den Heimweg an. Der Regen begleitete uns bis zum Hotel. Abend gab es Flammkuchen in allen Sorten. Man konnte vier verschiede wählen. Mehr als zweieinhalb hat jedoch keiner geschafft. k DSC00134

10 km
Da der Vortag so nass verlief, entschieden wir uns für einen Stadtbummel. Wir fuhren nach Speyer. Hier trennten wir uns sodass jeder seinen Interessen nachgehen konnte. Wir vier, Brigitte, Rita Christine und ich machten uns auf die Suche des Domes. Dabei stießen wir auf zwei imposante Kirchen, die wir erst einmal besichtigten. Nun erreichten wir die Information , natürlich hatten wir bis dahin schon sämtliche Läden der Einkaufspassage durchstöbert.
In der Info. erhielten wir Hinweise, was noch sehenswert für uns wäre. Wir entschieden jedoch, den Dom zu besichtigen und danach eine schöne Pause zu machen. Der Dom war innen sehr beeindruckend und erinnerte mich an Folletts Säulen der Erde. Auch hier muss viel Arbeiterblut geflossen sein.
In einem italienischen Eiskaffee machten wir es uns gemütlich. Christine musste einen anderen Platz einnehmen, um an die Höhe ihres Eisbechers zu kommen. Alles schmeckte köstlich. Danach besuchten wir noch den Judenhof und die Sophie-La-Roche-Stube. Pünktlich fanden wir uns alle zur Rückfahrt am Bahnhof ein. k DSC00091

Der letzte Wandertag brachte uns erst einmal nach Venningen. Erstes Ziel war der Doktorenhof (Zeit für saure Sinnlichkeiten). Mit einem fruchtigen Essiggetränk wurden wir empfangen. Trotz des großen vielseitigen Angebotes kauften wir nichts. Unser Sinn stand nicht auf Essig, sondern auf Wein. Danach machten wir uns auf die Suche nach Weingütern, in denen wir probieren konnten. Der erste Versuch fiel ins Wasser. So früh hatte der Weinbauer keinen erwartet und auch nicht so viele. Der Schreck stand ihm ins Gesicht geschrieben und wir verabschiedeten uns höflich ohne Probe. Da es noch so früh war ging es erst einmal zum Kirchlein, aber das war unbedeutend. Jetzt lockte uns das Angebot des Weinhauses Anton und das war unser Glück. Hier waren wir willkommen. Hier stimmten das Ambiente und vor allem die Wirtin.
Jeder bekam das Angebot mit Stift, Brezeln und Wasser wurden bereitgestellt. k DSC00124
Obwohl wir unsere Vorstellungen hatten, ließen wir uns auch willig von ihr durch die Proben führen. Nach der zehnten Probe wollte ich passen, aber wir hatten ja die Rotweine noch nicht probiert, also ging es weiter. Es waren schöne Stunden, die wir hier verlebten und die wir nicht missen wollten, schließlich wanderten wir auf der Pfälzer Weinstraße. Leider teilte Maria unsere Weinlaune nicht und beschäftigte sich mit ihrem neuen Tablet. Brigitte bekam für ihren Wanderschuh von der Wirtin einen silbernen Verband, sonst hätte sie die Sohle verloren.

Um 15 Uhr sollten wir laut Wirt eine kostenlose Weinprobe auf unsere Talons bei einem Weinbauer in Kirrweiler erhalten. Obwohl wir alle genug hatten, machten wir uns auf den Weg. Aber auch hier waren wir nicht willkommen, das war ganz gut für uns, denn wir hatten genug und der Tag war noch nicht zu Ende. Der Abend verlief harmonisch bei gutem Essen und Wein. Danach ging es ans Kofferpacken. Am nächsten Morgen genossen wir nochmal das herrliche Frühstück und danach ging es ab nach Hause.

Liebe Freunde.
Mit der Nachlese wollte ich euch eine kleine Freude bereiten. Es war doch eine schone Reise. Ihr könnt ja ergänzen und ändern, sicher habt ihr manches anders wahrgenommen.

Eure Sonja   

                                                                                                       

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Stand: 29. Mai 2019 bearbeitet von Brigitte Lauch        Copyright ©  Cfn. M. Poeck 2019
 
              

   
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